Slow-Food bestimmt unseren Genuss
Die Organisation Slow-Food wurde im Juli 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra und seinen “Freunden des Barolo” auf Schloss Fontanafredda mitten in den Weinbergen des Barolo als „Arcigola“ gegründet.[1] Um diese Zeit herum erhitzten Proteste gegen die Eröffnung einer Filiale von McDonald’s direkt an der Spanischen Treppe in Rom die Gemüter. Am 9. Dezember 1989 wurde aus “Arcigola” bei einem Treffen von Anhängern aus aller Welt in der Komischen Oper von Paris „Slow Food“. Seither ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit heute rund 100.000 Mitgliedern in über 150 Ländern auf allen Kontinenten geworden. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke – Symbol der Langsamkeit. In einer programmatischen Erklärung werden die Ziele der Bewegung erläutert:
- Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
- Qualität braucht Zeit.
- Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität ist Voraussetzung für Genuss.
- Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern eine historische, kulturelle, individuelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.
Darüber hinaus versteht sich der Verein als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen.
Der Slow-Food-Verein hat den Begriff „Slow Food“ als Marke schützen lassen.